28. Schwangerschaftswoche: Das 2. Trimester ist geschafft

Sobald die 28. Schwangerschaftswoche erreicht wurde, hat die werdende Mami schon das 2.Trimester hinter sich gebracht. Der Fetus wiegt zwischen 1050 und 1100 Gramm. Der Scheitelsteiß liegt bei 252 mm und die Füßchen sind etwa 54 mm lang. Ab der 28.SSW kann der Fetus seine Augen öffnen und schließen, weil sich die Verklebungen der Augenlider auflösen. Bei den meisten Babys sind die Augen nach der Geburt blau. Die Augenfarbe ändert sich in vielen Fällen bis zum 1. Geburtstag des Babys. Anders schaut die Sache bei dunkelhäutigen Babys aus. Diese bekommen oft schon im Mutterleib braune Augen und werden auch so geboren.

Boxkämpfe sind jetzt angesagt

In der 28.SSW fangen die bekannten Boxkämpfe im Bauch an. Die Mutter spürt jetzt jede Bewegung vom Baby, auch der Vater kann diese ertasten. Das liegt daran, weil es den gesamten Platz im Mutterleib ausnützt. Die Bewegungsfreiheit des Fetus ist ziemlich eingeschränkt. Seit der 26. Schwangerschaftswoche atmet der Fetus sogenannte Amnionflüssigkeit ein. Das Ungeborene übt somit das Atmen für die ersten Atemzüge auf der Welt. Ab und an kommt es vor, dass sich da Baby verschluckt. In Folge bekommt es Schluckauf, welches deutlich im Bauch zu spüren ist. Keine Sorge, der Fetus beruhigt sich rasch wieder.

Überlebenschancen in der 28. SSW

Die meisten Babys, die nach der 26. Schwangerschaftswoche geboren wurden, überlebten in Folge. Nur leider lebt die Hälfte davon mit einer Behinderung. Ab der 28. Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko einer Behinderung. Die Lungen sind ziemlich ausgereift und das Baby wiegt nun über 1000 Gramm. Die Überlebenschancen sind also durchaus höher, als noch vor ein paar Wochen. In diesem Stadium zählt jede Woche.

Die letzten Fotoshootings

Beim nächsten Ultraschall sind Details ziemlich gut erkennen, auch, dass das Baby kaum noch Platz im Bauch hat. Wer jetzt noch ein Ultraschallbild machen möchte, sollte es bis zur 33. SSW tun. Danach ist auf dem Foto nicht mehr viel zu erkennen.

Braxton-Hicks-Kontraktionen: Nur keine Panik

Ab der Hälfte der Schwangerschaft kommt es zu den sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen. Es handelt sich dabei um wilde Wehen, die auch gerne Probewehen bezeichnet werden. Die Gebärmutter zieht sich für etwa eine Minute zusammen und der Bauch wird hart. Viele Frauen spüren diese Kontraktionen gar nicht, andere haben Angst, dass es sich um richtige Wehen handelt. Bei Unklarheiten immer den Arzt fragen. Der Unterschied zwischen Geburtswehen und diesen Kontraktionen liegt klar auf der Hand. Geburtswehen sind schmerzhafter, regelmäßiger und dauern länger an. Manchmal finden Kontraktionen der Gebärmutter statt. Ab und zu, sind diese unbedenklich, kommen diese häufiger vor, sollte es ein Arzt abklären.

Kolostrum: Flüssigkeit aus der Brust

In der 28.SSW tritt bei vielen Frauen eine gelbliche/weiße Flüssigkeit aus den Brustwarzen. Es handelt sich dabei um die Vormilch – Kolostrum. Nach der Geburt dient die Vormilch als erste Nahrung. Es enthält Proteine, Vitamine und Abwehrkörper. Um Flecken auf der Kleidung zu vermeiden, gibt es Stilleinlagen, die direkt im Büstenhalter eingelegt werden. Dies ist bereits vor der Geburt nützlich sowie später beim Stillen.

Alles wächst ins dritte Trimester

Ist die 28. SSW vorbei, beginnt das dritte Trimester. Das Baby ist schon um einiges gewachsen und Schwangere nehmen meist ein wenig zu. Fettpolster machen sich bemerkbar, die in vielen Fällen nach der Geburt wieder verschwinden.

Rhesusfaktor wird getestet

Zu Beginn einer Schwangerschaft und im dritten Trimester werden Antikörpersuchtests durchgeführt. Auch wird zu dieser Zeit ein Anti-D-Immunglobulin gespritzt.

Schwangerschaftsbeschwerden: Jetzt wird’s bald mühsam

Die Morgenübelkeit ist in den meisten Fällen, lange vorbei. Dafür tauchen jetzt häufig andere Beschwerden auf. Ein leichtes Ziehen im Unterleib, Rückenschmerzen, Schambeinschmerzen, Krampfadern, Atemnot, Sodbrennen sowie Rippenschmerzen. Auch kommt es in diesem Stadium zu einer Gewichtszunahme. Erstens, weil der Fetus rasch wäscht und weil sich Fettpolster anlegen. Eine gesunde Ernährung kann unangenehmen Nebenerscheinungen entgegen wirken.

Wenn die Kleidung zu eng wird

Egal ob die werdende Mami ab der 28. SSW Fettpölsterchen anlegt oder nicht, die Kleidung wird so oder so zu eng. Schuld daran ist der Bauch, der auf jeden Fall noch wächst. In den nächsten zwei Monaten tut sich noch einiges, deswegen lohnt sich die Anschaffung einer Umstandsmode. Zwei Hosen sollten es schon sein. Wer sowieso weite Kleidung trägt, kann sich auch normale dehnbare Hosen besorgen. Es gibt ebenso einen Bauchgürtel, der es ermöglicht, die normalen Jeans weiterhin zu tragen. Wichtig ist, dass der Bauch nicht zu eingeengt wird. Aufgrund Wassereinlagerungen werden die normalen Hosenbeine oft zu eng. Röcke und hübsche Kleider stellen eine angenehme Alternative da.
Zwischen der 26. und 28. SSW erfolgt wieder eine Mutterschaftsuntersuchung.Folgende Untersuchungen werden durchgeführt:

  • Gewichtsmessung
  • CTG
  • Urinuntersuchung
  • Blutdruckmessung
  • Hämoglobin Bestimmung
  • Ultraschall und eventuell ein
  • Blutzuckerbelastungstest.
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