Anna Anderson

Anna Anderson – Anastasia Manahan
Geboren am 22. Dezember 1896, in Borreck Abbau (Weißpreußen). Zu aller erst arbeitete die geborenen Francisca Anna Czenstkowska als einfache Fabrikarbeiterin. Doch im Jahre 1920 sollte sich das Leben der jungen Frau grundlegend ändern. Ihr Vater war Anton Czenstkowski, Mutter seine Ehefrau Marianne geb. Witzke. Ihre Schwester Franziska Schanzkowsky wurde seit dem 9. März vermisst gemeldet.

Großfürstin Anastasia, so betitelte Sie sich ab 1922. Sie behauptete somit die vierte Tochter des Zaren Nikolas II. und seiner Frau Zarin Alexandra Fjodorowna zu sein.
In den 1930-er Jahren fand sie dann Unterkunft bei Spes Stahlberg, in Berlin. Ab dem Jahr 1929 vertrat sie der amerikanische Anwalt Edward Huntington Fallows.
1938 erteilte er den beiden Rechtsanwälten Kurt Vermehren und Paul Leverkuehn die Anweisung, ihre Ansprüche auf das Vermögen der Zarenfamilie zu prüfen und vor einem deutschen Gericht zu vertreten.
Selbst ein Sachverständiger, Ian Lilburn aus Schottland, war dabei.
Bis 1970 folgten dann zahlreiche Prozesse, zur Anerkennung der angeblichen Zarentochter. Am 17.
Februar 1970 dann das erlösende Urteil des Bundesgerichtshofes. Es gab keine Beanstandungen an den Beweisen, kein Zweifel das es sich um die Zarentochter Anastasia Nikolajewna von Russland handelte.

Im Juni 1968 siedelte sie dann nach Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia.
Dort heiratete sie am 23. Dezember 1968 Professor Dr. John Eacott Manahan, der als Historiker bekannt war.
Bis zu ihrem Tode im Jahr 1984 lebte sie sehr zurückgezogen, fast vereinsamt. Kaum Kontakte zur Außenwelt.
Nach langer, schwerer Krankheit verstarb Anna Anderson am 12. Februar 1984 in Charlottesville. Noch am selben Tag wurde ihre Leiche eingeäschert. Beigesetzt wurde sie bei ihren Gönnern, die gesamte Familie der Herzöge von Leuchtenberg, welche Besitzer des ehemaligen Klostergebäudes Seeon waren.
Am 18. Juni 1984 vergrub man die Urne ihrer Asche dort in Seeon, Bayern.
Vermutet wurde schon damals, dass es sich bei Anna Anderson alias Anastasia Anderson, nur um eine Betrügerin handelte. Durch eine inszenierte Verwechslung soll sie in die Rolle der Zarentochter geschlüpft sein. Vertuscht wurde allerdings das in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 die wirkliche Zarentochter Anastasia Nikolajewna Romanowa unter staatlicher Geheimhaltung ermordet wurde. Ihre Leichte in einem umliegenden Waldstück verscharrt.
In den zahlreichen historischen Aufarbeitungen konnte nie zweifelfrei festgestellt werden, ob Anna Anderson wirklich die geborene Zarentochter war. Vermutet wird bis heute das sie unter einem ernsten Nervenleiden litt, und von ihren Ärzten regelrecht in die Rolle der Zarin gedrängt wurde. Zusammen wurde auch der Deckname Anna Anderson ausgewählt.

Wahrheit um Anna Anderson
Im Jahr 1988 wurden die Überreste des Zarenpaares und drei ihrer Töchter in Jekaterinburg gefunden und geborgen. Jedoch fehlten die sterblichen Reste Anastasias. 1994 wurde mit der neu entwickelten DNA-Methode anhand von Blut- und Knochenproben eine Untersuchung durchgeführt. Hier ließ sich feststellen das es sich bei Anna Anderson-Manahan nicht um die Zarentochter Anastasia handelte.
Da diese Methode erst 1994 bekannt wurde, konnte erst zehn Jahre nach ihrem Tod die Schwindelei aufgedeckt. Bis heute gibt es weitere Spekulationen. Vermutet wird das es sich bei dem Betrug um ein Netzwerk von Manipulationen handelte. Bekannt ist das zur damaligen Zeit Zeitungsartikel gegen Bestechung gefälscht wurden.

 

 

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