Biografie über Kristina Schröder

Die seit 2009 amtierende Bundesministerin für Frauen, Jugend, Senioren und Familie wurde als Kristina Köhler am 3. August 1977 in Wiesbaden geboren. Ihr Vater, Helmut Köhler, der beruflich als Oberamtsanwalt tätig war, wurde durch seine Teilnahme als Ralley-Beifahrer von Horst Strack bekannt und später fungierte er in der Motorszene als DMSB-Offizieller (Deutscher Motor Sport Bund e.V.). Die Mutter Kristinas handelt mit Immobilien. Nach dem Abitur im Jahre 1997 studierte Kristina Köhler Neue und Mittlere Geschichte, Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaften, welches sie als Diplom-Soziologin abschloss. Schon während ihres Studiums hatte sie Kontakt zur CDU, nämlich als Mitarbeiterin in Hessen. Neben ihrer Abgeordnetentätigkeit im Bundestag der CDU ab 2002 promovierte sie. Nachdem sie 2002 und 2005 in den Bundestag einzog und sogar 2009 das Direktmandat gewann, wurde sie im November 2009 Nachfolgerin von Ursula von der Leyen und verfolgt weiterhin die Ideen ihrer Vorgängerin.

Kristina Schröder privat

Sie ist der altkonfessionellen, selbstständigen, evangelisch-lutherischen Kirche zugehörig und seit dem 12. Februar 2010 mit dem parlamentarischen Staatssekretär des Innenministeriums, Ole Schröder verheiratet. Die Hochzeitsfeier war mit ca. 120 Gästen so privat und familiär, wie es sich das Brautpaar wünschte und sie trug ein weißes Brautkleid mit Schleier, er einen dunklen Anzug. Der Brautwagen war ein blauer Mini-Cooper und geflittert wurde in einer einsamen Berghütte. Sie trennt das private konsequent vom geschäftlichen Leben, ohne sich zu verstecken und ist als Privatperson in der Öffentlichkeit bisher noch nicht besonders auffällig geworden. Ihr Motto ist: „Privates bleibt auch privat!“ Trotzdem gibt es natürlich immer etwas über sie zu berichten, was nicht unbedingt etwas mit dem Bundestag zu tun hat. Dennoch spiegelt sich ihre öffentliche Einstellung im Bundestag auch in ihrem Privatleben wieder. Im Juni 2011 brachte sie Töchterchen Lotte Marie zur Welt und ist somit die erste Bundesministerin, die zu ihrer Amtszeit ein Kind bekam. Zuerst einmal nahm sie ihren Mutterschutzurlaub, brachte aber nach der Babypause, die nur 10 Wochen dauerte, ihr Kind am ersten Arbeitstag mit in das Ministerium. Mit ihrem Mann teilt sie sich die Kinderbetreuung und bestätigt, dass sie die Babypause genossen habe, aber gerne auch wieder zurück an die Arbeit gehe. Somit zeigt sie, dass sich berufliche Karriere und Muttersein miteinander vereinbaren lassen. Sie sieht sich da nicht viel anders als viele junge Familien, die Arbeit und Familie unter einen Hut bringen müssen. Auch die Familie der beiden Eheleute hilft bei der Betreuung des Kindes mit. Kristina sieht das Ganze locker und ist der Meinung, dass bestimmt auch mal etwas schief gehen wird, sich das Ganze aber mit der Zeit einspielen wird.

Kindererziehung im Hause Schröder

Bei der Kindererziehung sollten, laut Schröder, beide Elternteile die gleichen Rechte haben und das Kind sich später an Vorteile vom Vater, wie auch der Mutter erinnern. Nicht immer kann man einer Meinung sein und das müsse auch, laut Kristina, nicht sein. Ansonsten möchte sie ihrem Kind schon einige Zeit lang Geschichten um den Weihnachtsmann oder das Christkind lassen, sollten jedoch Zweifel an deren Existenz kommen, möchte sie sofort aufklärend zur Seite stehen. Beim Geschichtenvorlesen geht es im Hause Schröder jedoch etwas anders zu als in anderen Haushalten. Die Märchen der Gebrüder Grimm seien zudem frauenfeindlich und deshalb greift sie oft zu anderen Märchen, die ein anderes Rollenbild vermitteln. Auch bezeichnet sie Gott als geschlechtsneutral und nennt ihn „das Gott“, was bereits bei einer öffentlichen Äußerung für viel Aufsehen sorgte. Laut Kristina Schröder kann man nicht früh genug mit einer bestimmten Erziehungsrichtung anfangen, denn solche Geschichten prägen den kleinen Menschen schon ungemein und sie will ihre Tochter neutral und wertfrei sowie frei von Rassismus, erziehen. Ob ihre Tochter einmal in eine Kindertagesstätte kommen wird ist nicht bekannt, da so etwas, laut Schröder, innerhalb der Familie beschlossen wird. Für die Zukunft ihrer Tochter hat Kristina Schröder bereits genaue Vorstellungen, so will sie einen etwa anstehenden Tattoo-Wunsch der Tochter oder einer eventuell bevorstehenden Schönheits-OP bei Notwendigkeit (z. B. bei krummer oder zu großer Nase) nicht vor dem 18. Geburtstag von Lotte Marie zustimmen. Auch Ohrlöcher dürfe die Tochter erst mit 12 oder 13 Jahren stechen lassen. Ob es wirklich so kommt, kann man jetzt noch nicht sagen, aber die liberale Einstellung der Kristina Schröder stößt hier an ihre Grenzen.

Alles in allem teilen sich die Eltern die gemeinsame Sorge um die Tochter, wobei Kristina nicht unbedingt das letzte Wort in Sachen Erziehung hat. Der Vater, Ole, ist in vielen Dingen als gleichberechtigter Erzieher-Partner akzeptiert und Frau Schröder findet es „schlimm und schrecklich“, wenn Mütter ihre Erzieherrolle und die damit verbundenen letzten Entscheidungen als ihre Autorität ansehen, ertappt sich aber manchmal selber bei solchen Gedanken. Sie wäre gerne für ein Jahr Elternzeit bei ihrer Tochter geblieben, was aber in ihrem Beruf nicht möglich ist. Als Ministerin wäre das eventuell noch vertretbar gewesen, als Abgeordnete nicht. So hat sie viel, schon während des 10-wöchigen Mutterschutzes, von zu Hause per Telefon oder Handy regeln müssen. Den Eltern bleibt also nur ihren arbeitsreichen 12-Stunden-Tag mit Abendterminen, dem Bundestagssitz in Berlin, vielen Reisen, Präsenz in ihren Wahlkreisen Wiesbaden (Kristina) und Pinneberg (Ole) und dem Wohnort Wiesbaden zusammen mit den Eltern Kristinas, ebenfalls in Wiesbaden wohnhaft, zu koordinieren. Dabei stellt Kristina schon jetzt fest, dass sie nie lange ohne ihre Tochter sein kann.

 

Die Bundesfamilienministerin in einer Plenardebatte des Bundestages

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