Die sechste Schwangerschaftswoche (6. SSW)

In der 6. SSW bemerken viele Frauen die ersten „Nebenwirkungen“ der Schwangerschaft. Für den Großteil der Frauen bedeutet die Schwangerschaft nicht nur das heranwachsen eines Wunders, sondern gerade in den ersten 12 Wochen macht die Hormonumstellung ihnen zu schaffen. Was also kann alles auftreten in der 6. SSW? Muss man sich bei Anzeichen wie Übelkeit oder Müdigkeit Gedanken machen? Normalerweise nicht! Es gibt zwar ein Stadium der schwangerschaftsbedingten Übelkeit, die sich in übermäßigem Erbrechen zeigt (Hyperemesis gravidarum), diese tritt aber eher selten auf und auch wenn Übelkeit und Erbrechen schlaucht – in den meisten Fällen ist dies ganz normal und auf die Hormonumstellung zurückzuführen.

Doch was passiert in der 6. SSW im Bauch der werdenden Mutter?

Das Baby ist jetzt ungefähr 4 Wochen alt und hat bereits eine Größe von etwa 4 Millimetern. Es bildet sich der Rückenstrang, welcher sich später zur Wirbelsäule weiterentwickelt. Die schwangere Frau sollte jetzt besonders darauf achten extra Folsäure einzunehmen. Diese ist gerade in den ersten Wochen sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes und trägt dazu bei einem offenen Rücken (Spina bifida) vorzubeugen. Der kleine Embryo entwickelt sich von oben nach unten. Das bedeutet, dass bei dem Würmchen auf dem Ultraschall bereits Hals und Kopf entwickelt und die Anlagen für Augen, Gehirn und Ohren bereits vorhanden sind. Man sollte sich allerdings nicht wundern, wenn der Kopf übermäßig groß erscheint, das Verhältnis relativiert sich mit der Zeit.

Doch auf was müssen Frauen achten in dieser Zeit?

Was sind NoGos und was ist an Sport in der 6. SSW, die ja noch mitten in der Frühschwangerschaft liegt, erlaubt und was nicht? In dieser Zeit weiß die werdende Mutter oft nicht wo vorne und hinten ist. Besonders beim ersten Kind tun sich zahlreiche Fragen auf. Neben der regelmäßigen Einnahme von Folsäurepräparaten gibt es im Bereich der Ernährung ein paar Dinge zu beachten:
Durch die erhöhte Gefahr einer Infektion durch Listerien oder Toxoplasmose sollte man In der Schwangerschaft vom Verzehr von rohem Fleisch, rohem Fisch und Rohmilch absehen. Listerien und Toxoplasmose sind gefährlich für das Ungeborene und können die Entwicklung stören/nachhaltig beeinträchtigen oder noch schlimmere Folgen herbeiführen. Auch von übermäßigem Kaffeekonsum sollte nicht nur in der 6. SSW sondern in den ganzen 9 Monaten verzichtet werden. Natürlich kann der Alkohol- und Nikotinkonsum schwerwiegende Schäden am Ungeborenen herbeiführen und sogar dazu führen, dass das Kind nach der Geburt nicht lebensfähig wäre.

Auch wenn, bekannterweise, die prozentuale Gefahr für eine Fehlgeburt in den ersten zwölf Wochen erhöht ist, so muss man auch in der 6. SSW nicht auf sportliche Aktivitäten verzichten. Welche Sportart für einen persönlich geeignet ist, sollte am Besten mit dem behandelnden Frauenarzt besprochen werden.

Doch man sollte sich nicht verrückt machen in den ersten zwölf Wochen. Schon jetzt sollte man seine Schwangerschaft genießen und, mit viel Glück, sieht man am Ende der 6. SSW vielleicht schon das kleine Herzchen schlagen.

 

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