Eisen Mangel

Über die Gründe von Eisen Mangel findet man heute gerade im Internet die unterschiedlichsten Auffassungen. Das verunsichert viele Menschen sehr. Besonders Menschen, die sich vegan ernähren, stellen oft die abenteuerlichsten Behauptungen als angeblich längst belegte Tatsachen auf. Die Gründe dafür sind häufig in ihrer Tierliebe zu suchen und eine verständliche Reaktion. Dennoch ist es empfehlenswert, sich in Bezug auf einen Eisen Mangel als Informationsquelle die Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung anzuschauen oder noch besser einmal von dort weitergehende Literatur zum Thema zu bestellen und zu lesen, denn Ernährungslehre ist nun einmal ein Studienfach, das auf belegten empirischen Daten und nicht auf einer sicher gut gemeinten Ideologie aufbaut. Das gleiche gilt für die Ratschläge, wie ein bereits durch einen Arzt festgestellter Eisen Mangel am besten wieder zu beheben ist.

Frauen sind häufiger von Eisenmangel betroffen als Männer

Generell brauchen Frauen aufgrund der Regelblutung in jüngeren Jahren mehr Eisen als Männer und in der Schwangerschaft und Stillzeit noch mehr. Besonders bei schwangeren und stillenden Frauen kommt es deshalb oft zu einem Eisenmangel, der nicht behoben auch bei ihrem Kind Schäden anrichten kann. Wenn einer Frau in der Schwangerschaft oder auch sonst Eisen fehlt, macht sich das oft durch extreme Blutdruck-Schwankungen und Schwindelattacken bemerkbar, die so schlimm werden können, dass diese Frau sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Gerade in der Schwangerschaft kann ein Sturz sehr gefährlich werden. Neben Eisen fehlt schwangeren Frauen allerdings auch oft noch Folsäure. Es ist deshalb gelegentlich schon nötig, in solchen Fällen durch eine Supplementierung mit einem Medikament diese Mängel auszugleichen. Besser als Supplementierung ist allerdings immer eine gesunde Ernährung. Hier kommt es nicht nur auf den Eisengehalt der einzelnen Lebensmittel an, sondern auch darauf, wie das Eisen resorbiert werden kann. Es gibt Inhaltsstoffe in der Nahrung, die die Aufnahme von Eisen behindern und andere, die sie fördern.

Wofür wird Eisen im Körper gebraucht

Eisen ist zu ca. 60 % im Hämoglobin des Körpers gebunden und der Rest im Myoglobin, Hämosiderin, Ferritin und einigen Enzymen. Ferritin ist eine Speicherform und Hamosiderin findet man oft bei Blutungen. Wenn große Eisenmengen in dieser Form gebunden sind, zeugt das nicht von Gesundheit, sondern ist Grund zur Sorge. Ohne das aktive Eisen im Hämoglobin und Myoglobin wäre der Sauerstofftransport nicht möglich. Ohne Sauerstoff gäbe es keine Zellatmung und ohne ausreichende Zellatmung würde ein auf Sauerstoff angewiesenes Lebewesen wie der Mensch schnell sterben, denn die Möglichkeiten des Menschen, auf anaerobe Weise Energie zu gewinnen, sind sehr begrenzt und führen auf Dauer zu einer lebensgefährlichen Übersäurerung des Körpers. Wie sich daran sicherlich erkennen lässt, kann ein Eisen Mangel gefährlich werden.

Förderung und Behinderung der Eisenaufnahme aus der Nahrung

Generell resorbiert ein gesund ernährter Körper aus fleischlicher Kost ca. 20 – 40 % des darin vorhandenen Eisens und aus Planzenkost lediglich 3 – 8 %. Auch wenn viele pflanzliche Lebensmittel einen recht hohen Eisengehalt aufweisen können, sollten Veganer deshalb extrem auf die Zusammensetzung ihrer Nahrung achten, um keinen Eisenmangel zu erleiden. Fördernd für die Eisenaufnahme ist es, auf viel Vitamin C in der Nahrung zu achten, Fleisch aus Muskelgewebe zu essen und säurehaltige Lebensmittel ergänzend zu verzehren wie Sauerkraut, Rotkohl oder Essig zum Anmachen von Rohkostsalaten und dergleichen.Vitamin C ist zum Beispiel reichlich in frischem Obst, aber auch roher Paprika und Tomaten enthalten. Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sind zwar recht eisenhaltig, enthalten aber auch Phytinsäure, die die Eisenaufnahme behindert. Ebenso enthalten gerade besonders eisenhaltige pflanzliche Lebensmittel oft hohe Mengen Oxalsäure. Das trifft zum Beispiel auf Rote Bete, Spinat, Rhabarber und Kakao zu. Wer sich vegan ernähren möchte, sollte deshalb vollständig darauf verzichten, Schokolade zu essen oder Kakao zu trinken. Das gleiche gilt für Gerbsäure enthaltende Lebensmittel, vor allen Dingen Getränke, also beispeilsweise Kaffee und schwarzen Tee und bedingt auch Wein.

Fazit
Eisen Mangel kann durch Blutungen entstehen und dann sollte ein Arzt entscheiden, was zu tun ist. Ansonsten sind Männer, weil sie weniger Eisen benötigen, nicht so leicht von Eisen Mangel betroffen wie Frauen in der gebärfähigen Phase ihres Lebens. Ältere Frauen nach der Menopause werden nicht mehr so sehr auf genug Eisen achten müssen wie Frauen, die noch eine Regelblutung haben, schwanger sind oder stillen. Eisen Mangel bei der Mutter kann auch das Kind schädigen. Gestillte Kinder sind weniger von Eisen Mangel betroffen als nicht gestillte, denn Kuhmilch enthält weniger Eisen als Muttermilch von einer optimal ernährten Mutter. Hier muss rechtzeitig zugefüttert werden. Eine rein vegane Ernährung und auch eine lakto-vegetabile Ernährungsform ist für Frauen und Kinder nicht zu empfehlen und bei einer ovo-laktovegetabilen Ernährung sollten Frauen und Kinder und keinen Umständen häufig Spinat oder Schokolade essen oder Kakao und Kaffee sowie schwarzen Tee trinken.

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