Über die Entwicklung der Kinder

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Entwicklungsverzögerungen erkennen und reagieren
Viele Eltern, Großeltern und alle die mit Kindern im alltäglichen Leben umgehen, machen sich Gedanken um die Entwicklung der Kinder. Gerade junge Eltern möchten im Umgang mit der Entwicklung der Kinder alles richtig machen. Deshalb ist es in jedem Falle wichtig, sich mit den Phasen der Entwicklung der Kinder auseinander zu setzen, und zu wissen in welchem Lebensabschnitt das Kind beispielsweise sprechen können muss. Oft ist nämlich eine übertriebene Fürsorge kontraproduktiv und führt im Gegenteil sogar zu Entwicklungsverzögerungen. In jedem Falle muss ein Kind bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen den Kinderarzt vorgestellt werden. Hierzu dienen die mittlerweile gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U11 und für Jugendliche ab 12 Jahren die J1 und J2. Allerdings hilft die Beobachtung und das Wissen über die Entwicklung der Kinder enorm, um drohende Defizite oder gar Störungen beim Kind schnell zu diagnostizieren und zu therapieren. Deshalb ist der Arzt für Pädiatrie auf die mithilfe der Eltern und Großeltern angewiesen.

Trinkmenge, Schlaf und erste Krabbelversuche
Um als Erziehungsberechtigter aktiv mitarbeiten zu können, müssen diese widerrum wissen, auf was bei der Entwicklung der Kinder geachtet werden muss, um möglichst schnell Entwicklungsverzögerungen festzustellen. Hierbei gilt es bei Säuglingen darauf zu achten, dass die Trinkmengen nicht unter- oder überschritten werden, ob es massive Probleme beim Schlafen gibt oder aber das Kind keine Reaktionen zeigt, wie das erste Lächeln, dass schon nach wenigen Wochen zeigt, dass der Säugling zu sozialen Kontakten fähig ist. Die Umwelt wahrzunehmen und aktiv darauf zu reagieren ist in den ersten 12 Lebensmonaten ein gutes Zeichen für eine sehr gute Entwicklung der Kinder. Die Beweglichkeit des Kindes nimmt in den ersten Lebensmonaten rasant zu, dass Kind ist neugierig und erste Krabbelversuche können schon im Alter von sechs bis acht Monaten unternommen werden. Ob diese rückwärts oder vorwärts starten ist dabei unwesentlich. Wenn das Kind nicht krabbelt, so liegt nicht zwangsläufig eine Entwicklungsverzögerung vor, sondern wird vielleicht durch robben, rollen oder sonstige Fortbewegungsweise abgelöst. Viele Babys überspringen diese Phase und laufen lieber gleich los. So ist es in der Entwicklung der Kinder durchaus denkbar, dass ein Baby schon mit neun Monaten anfängt zu laufen, wobei es auch als völlig normal eingestuft wird, wenn das Baby erst mit 18 Monaten seine ersten Gehversuche unternimmt.

Die Sprache erlernen ist wichtig
Die Sprachentwicklung des Kindes ist ein komplexer Bereich, der sich in der Entwicklung der Kinder sehr facettenreich zeigen kann. Hier können weitreichende Unterschiede völlig normal sein, sind aber immer in enger Absprache mit dem behandelten Kinderarzt abzuwägen. In der Regel fängt das Sprechen am Ende des ersten Lebensjahr an und am Ende des zweiten Lebensjahr spricht das Kind schon gekonnt Ein- und Zweiwortsätze. Wobei es durchaus als altersgerecht gilt, wenn das Kind erst mit 2,5 Jahren anfängt Zweiwortsätze zu bilden. Die Sprachentwicklung setzt sich im Kindergartenalter fort, sodass das Kind bei der Einschulung über einen Wortschatz von über 14.000 Wörter verfügt. Eltern können die Entwicklung der Kinder im sprachlichen Bereich fördern, indem Wortspiele, Lesebücher und andere Spiele dem Kind helfen das Sprachvermögen zu erweitern. Kinder sind in der Regel wissbegierig, so ist der Dreijährige auch gut in einem Kindergarten aufgehoben, wo er seine kognitiven und mnestischen, sowie motorischen und auditiven Fähigkeiten voll nutzen und erweitern kann. So ist die Entwicklung der Kinder in diesem Alter nicht mehr ganz so rasant zu verzeichnen, wie noch in den ersten drei Jahren, aber als ebenso wichtig.

Soziale Entwicklung
Im Kindergartenalter werden die Grundsteine für die schulische Entwicklung gelegt. So sind Sozialkompetenzen, ebenso wichtig wie die Bewegungsabläufe und die Feinmotorik. In diesem Alter lernen Kinder auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen, aber auch ihre Bedürfnisse durchzusetzen und sich auf eine Aufgabe, wie beispielsweise ausmalen zu konzentrieren. In diesem Alter ist das Kind tagsüber und auch nachts trocken und benötigt keine Windeln mehr. Es kann schon selbstständig viele Sachen erledigen und macht dies auch bereitwillig. Es hilft gerne im Haushalt und übernimmt kleine Arbeiten. Ein strukturierter Tagesablauf ist in diesem Alter sehr wichtig, damit die Schulzeit umso leichter wird. Der Tag der Einschulung ist gekommen und viele Eltern sind nun besorgter denn je. Das muss nicht sein! Viele Grundschulen passen sich der Entwicklung des Kindes individuell an, weil festgestellt wurde, dass viele Kinder in diesem Alter sich sehr unterschiedlich entwickeln. Deshalb ist eine Förderung, aber auch Forderung in diesem Alter wichtig, damit Kinder konstant das Lernen lernen. In diesem Alter lernen Kinder schwimmen, das Fahrrad fahren und möchten schon eigenständig kleine Wege selbst erledigen. Die Entwicklung der Kinder ist wie ein kleines Wunder und sollte von Erwachsenen jeden Tag aufs neue als dieses gesehen werden.

 

 

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