Fruchtbare Tage erkennen und die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen

Wenn bei einem Paar ein Kinderwunsch besteht, so möchte es diesen meist schnell erfüllen. Bleibt eine Schwangerschaft jedoch aus, kommt es oftmals schon nach wenigen Wochen zur Frustration. Was kann man tun, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen?

Am wichtigsten ist die Kenntnis des eigenen Körpers. Beobachtet die Frau ihren Körper und dessen Signale, so kann leichter ermittelt werden, wann es mit der Schwangerschaft klappt. Die fruchtbaren Tage, an welchen die Eizelle potenziell befruchtet werden kann, lassen sich mittels verschiedener Methoden bestimmen. Diese sind mal mehr und mal weniger zuverlässig, mal günstiger und mal kostspieliger.

Der Körper zeigt Veränderungen während der fruchtbaren Tage

Die simpelste Variante, ist eine genaue Betrachtung des eigenen weiblichen Körpers. So verspüren viele Frauen während des Eisprungs Schmerzen im Unterleib. Zudem sind die Brüste häufig besonders empfindlich und die Lust auf Sex kann zu dieser Zeit stärker ausgeprägt sein als gewohnt.

Aber auch die Beschaffenheit des Zervix-Schleims kann Auskunft über den Zyklus und den Eisprung geben. Dieser verändert sich nämlich im Laufe des Menstruationszyklus. Am besten lässt sich der Zervix-Schleim bei einem Toilettengang betrachten. Ob er sich dabei auf Finger oder Toilettenpapier befindet, ist unerheblich. Es gilt die Faustregel, dass je flüssiger und transparenter der Schleim ist, desto besser stehen die Chancen, dass die Spermien bis zur Gebärmutter gleiten und sich die Frau in ihren fruchtbaren Tagen befindet. Ist der Ausfluss milchig oder klumpig, stehen die Chancen auf eine Schwangerschaft schlecht.

Es kann sich ebenso lohnen, der Körpertemperatur Aufmerksamkeit zu widmen, wenn man einen Kinderwunsch hegt. Während des Eisprungs und kurze Zeit darauf kann es sein, dass die Körpertemperatur leicht ansteigt. Um den Unterschied zwischen der erhöhten und der täglichen Körpertemperatur zu bemerken, muss die Frau regelmäßig nach dem Aufstehen und stets an der gleichen Körperstelle die Temperatur messen. Diese sollte dann in einem Kalender notiert werden. Die Temperatur schwankt etwa um 0,5 Grad Celsius, wobei bei manchen Frauen auch noch größere Differenzen auftreten. Die Temperatur-Methode gilt als nicht hundertprozentig zuverlässig, weil Medikamente, Krankheit und veränderte Schlafgewohnheiten die Körpertemperatur beeinflussen können.

Eisprungkalender gibt es auch online

Die Temperatur-Methode und die Betrachtung des Zervix-Schleims sind allein nicht sicher genug, um die fruchtbaren Tage auszumachen. Am besten wendet man diese Methoden zusätzlich zu einem Eisprungkalender an. Weil der Eisprung in der Mitte des Zyklus zu verorten ist, wäre das bei einem regelmäßigen Zyklus der 14. Tag nach Einsetzen der letzten Periode. Um eine Regelmäßigkeit bestimmen zu können, sollte der Kalender über mehrere Monate hinweg geführt werden.

Konventionell wird der Kalender als „Papiervariante“ angefertigt. Viele Homepages wie erdbeerlounge.de bieten mittlerweile aber auch den Service an, online einen Eisprungkalender zu erstellen. Hier muss lediglich der erste Tag der letzten Periode angegeben werden sowie die Länge des Zyklus. Schon ist der individuelle Eisprungkalender erstellt und kann die Tage verorten, an denen die Frau besonders fruchtbar ist.

Hormoncomputer und Ovulations-Test für eine sichere Auskunft

Die sichersten und auch kostspieligsten Varianten zur Bestimmung der fruchtbaren Tage sind Hormoncomputer und digitale Ovulations-Tests. Hormoncomputer bestimmen den Beginn der fruchtbaren Phase durch Hormonmessungen im Urin. Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest werden die Teststreifen in den Morgenurin gehalten. Der Computer wertet dann die Konzentration des luteinisierenden Hormons aus, die unmittelbar nach dem Eisprung am höchsten ist. Auch wenn die Geräte mit 90 bis 100 prozentiger Sicherheit Auskunft über die fruchtbaren Tage geben, können bestimmte Medikamente und Erkrankungen Einfluss auf die Ergebnisse nehmen.

Ein Ovulations-Test ist günstiger als ein Hormoncomputer, funktioniert jedoch nach einem ähnlichen Prinzip. Der Test kann Auskunft darüber geben, ob ein Eisprung stattfindet und wann der Anteil des luteinisierenden Hormons am höchsten ist. Die Konzentration nimmt rund 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung zu. Bei einem deutlichen Anstieg erscheint auf dem Display ein Symbol, sodass es gar nicht möglich ist, dass Ergebnis falsch zu deuten. Der Test sollte zu einer Uhrzeit durchgeführt werden, die der Hersteller empfiehlt. Im Allgemeinen sollte in den Stunden unmittelbar vor der Anwendung jedoch nicht auf Toilette gegangen werden und auch nicht übermäßig viel getrunken werden. Der Ovulations-Test wird jetzt täglich angewendet, bis ein positives Ergebnis angezeigt wird.

Die beschriebenen Methoden bilden leider keine Garantie für eine Schwangerschaft. Wer mit ihnen jedoch experimentiert, erhöht die Chancen darauf, dass der Traum, Eltern zu werden, bald in Erfüllung gehen könnte.

 

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