Symptome einer Depression

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Mehr und mehr belasten psychische Krankheiten unsere moderne Gesellschaft. Die Anzahl, der unter Depressionen leidenden Menschen, ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen, wobei jedoch immer noch davon ausgegangen werden muss, dass es zahlreiche Dunkelziffern gibt. Eine Depression wird als eine krankhafte Störung der Psyche des Menschen bezeichnet, bei der die Niedergeschlagenheit im Vergleich zu normalen psychischen Verstimmungen länger andauert und von den betroffenen Menschen selbst nicht mehr kontrolliert werden kann. Jedoch kann sich die Krankheit auch hinter körperlichen Symptomen und Beschwerden verstecken. Depressionen beeinträchtigen in einem unerwartet enormen Ausmaß die Lebensqualität der Betroffenen und treten weltweit als häufigste psychische Störungen auf.

Körperliche Symptome

Zwar existieren unterschiedlichste Formen von Depressionen in mannigfaltigen Schweregraden, doch ähneln sich die Symptome einer Depression stets auf der körperlichen, geistigen sowie seelischen Ebene. Scheinbar alltägliche Beschwerden können bereits Anzeichen für eine Depression darstellen. Körperliche Symptome einer Depression sind unter anderen: Schlafstörungen (Einschlaf- und Durchschlafprobleme, Alpträume), Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit (seltener auch Heißhunger), Magen- und Darmstörungen, Beschwerden von Herz, Kreislauf und Lunge, Nachlassen bzw. Störungen der Sexualität (Erektionsstörungen, trockene Schleimhäute beim Sexualverkehr) sowie andere – oft als normal empfundene – Beschwerden wie trockene Schleimhäute, starkes oder vermindertes Schwitzen, Kloßgefühle im Hals, Verspannungen, Rücken- und Muskelschmerzen und Störungen der Tränensekretion. Weiterhin gehören äußerlich leicht zu erkennende Merkmale hinzu, wie eine gebückte Haltung sowie langsame und schwache Bewegungen.

Geistige Symptome

Ebenso wie die körperlichen Symptome einer Depression so sind auch die geistigen Symptome einer Depression kein Garant dafür, dass tatsächlich eine krankhafte Depression vorliegt. Konzentrationsschwierigkeiten, selbstabwertende und selbstverurteilende Gedanken sowie eine verminderte Entscheidungsfähigkeit zählen zu den geistigen Symptomen, die bei Depressionen auftreten können.

Emotionale Symptome

Zu typischen seelischen Krankheitssymptomen gehören: tiefe Niedergeschlagenheit, Angstgefühle, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit, mangelnde Lebensfreude, mangelndes sexuelles Interesse, Antriebsschwäche und innere Unruhe, Gefühle der inneren Leere, allgemeiner Interessensverlust, Pessimismus, mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sowie ein beeinträchtigtes Zeitgefühl. Ganz besonders häufig vertreten sind aber auch Ängste in jedweder Hinsicht. Die Betroffenen leiden unter Existenzängsten, der Angst nicht geliebt zu werden, häufig leiden sie auch unter Wahnvorstellungen und hegen nicht selten Selbstmordgedanken.

Auch wenn sich einige Menschen persönlich angesprochen fühlen, wenn sie Kenntnis von den Symptomen einer Depression nehmen, so kann nicht automatisch und mit Sicherheit angenommen werden, dass diese Menschen auch unter echten Depressionen – im Sinne einer psychischen Krankheit – leiden. Oft laufen depressive Verstimmungen über mehrere Monate oder sogar Jahre hinweg und nehmen mit der Zeit zu. Es gilt also solcherlei Symptome genau zu beobachten. Werden depressive Verstimmungen chronisch und der Alltag kann nicht mehr bewältigt werden, treten Süchte wie die Sucht nach Alkohol oder nach Beruhigungsmitteln auf, so der Grad der Depression vermutlich schon sehr schwerwiegend und Hilfe in Form von einer psychologischen beziehungsweise psychiatrischen Behandlung sollte zurate gezogen werden.

 

 

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