Was ist ADS und wie gehe ich damit um?

ADS

ADS ist das Aufmerksam-Defizit-Syndrom oder auch Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – ADHS, die sich in ihren Symptomen gleichen. Das Aufmerksam-Defizit-Syndrom ist eine psychische Störung, die im jüngsten Kindesalter beginnt und unter der auch Erwachsene leiden können. Viele Menschen beginnen sich im Erwachsenenalter zu fragen: was geschieht mit mir und was ist ADS?

Heute ist ADS unter Kindern sehr verbreitet. Dabei sind Mädchen und Jungen in gleicher Weise von den Konzentrationsstörungen betroffen. Die betroffenen Kinder sind in ihrem Verhalten sehr impulsiv und haben Schwierigkeiten, sich auf eine Beschäftigung zu konzentrieren. Das ADHS zeigt zudem noch eine verstärkte Unruhe und das Verlangen, sich permanent zu bewegen. Das Symptom erinnert an das Bild des Zappelphilipps.

Welche Symptome hat das Störungsbild?

Auf der Suche nach den Symptomen und der Frage: Was ist ADS? zeigt sich, dass die Kinder kein einheitliches Symptombild abgeben. Dennoch kann im Allgemeinen gesagt werden, dass sich die Störung bereits beim Kleinkind von ca. drei Jahren zeigt. Die betroffenen Kinder haben große Schwierigkeiten, sich an Regeln zu halten und reagieren dementsprechend trotzig. Diese Art geht meist weit über die allgemein übliche “Trotzphase” hinaus. Sie reagieren sehr impulsiv und überraschend für Eltern und Erzieher. Im Kindergartenalter fällt es den Kleinen schwer, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und diese fertigzustellen, wie zum Beispiel das Malen eines Bildes. Sie schweifen in ihren Gedanken ständig ab und sind unruhig.
In der Gruppensituation übertragen sie ihre Unruhe oft auf andere Kinder oder stören sie. Beim Raufen, Balgen oder umher rennen versuchen Kinder mit ADS, ihrem zügellosen Bewegungsdrang nachzukommen. Aufgrund dessen werden sie oft zum Außenseiter und haben Schwierigkeiten, sich in die Gruppe zu integrieren. Oft wird das Verhalten durch Erzieher missverstanden und begünstigt dann die isolierte Position eines Kindes.

Ursachen von ADS

Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass es zum einen vererbbare Faktoren gibt, die ADS hervorrufen, andererseits das Gehirn in der pränatalen Phase der Schwangerschaft beeinträchtigt werden kann. Eine Belastung durch Nikotin und Alkohol zählen zu den Risikofaktoren in der frühen Entwicklungsphase der Schwangerschaft. Weitere sichere Ergebnisse über die Ursachen von ADS bzw. ADHS sind derzeitig noch nicht bekannt.
Eine Diagnostik ist bei einem Verdachtsfall durch einen erfahrenen Kinderpsychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendpsychiater zu stellen. Es gibt spezielle Testverfahren für die Diagnostik auf der Suche einer Antwort auf die Frage Was ist ADS? Bei der Diagnostik sollten Eltern, sowie Lehrer oder Erzieher, aber vor allem auch das Kind selbst in die Befragung einbezogen werden.
Da die Entwicklung eines Kindes meist unterschiedliche Verhaltensweisen aufzeigt, ist bei der Diagnostik von ADS zu beachten, dass die blockierenden Verhaltensauffälligkeiten mindestens sechs Monate lang beobachtet werden können.

Eine frühzeitige Diagnostik ist entscheidend für den Verlauf der Krankheit. Im Verlauf der Behandlung erlernt das Kind durch ein gezieltes Training, sich auf Aufgaben zu konzentrieren. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Beachtung des sozialen Umfeldes und eine eventuell notwendige Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Studien haben eindeutig gezeigt, dass der Konsum von Zucker gerade bei Kindern mit ADS oder ADHS das Verhalten und die Konzentrations- und Lernfähigkeit negativ beeinflusst.

Ohne Zucker mit ADS leben

Aufgrund dessen sollten sich Eltern, die der Frage nach Was ist ADS? ­nachgehen, bewusst sein, dass sich jeglicher Zuckerkonsum negativ auf ihr Kind auswirkt. Der schnelle Anstieg von Zucker fördert die fehlende Konzentration um ein Vielfaches. Gerade Schulkinder sind hier in ihrem Lernverhalten beeinträchtigt. Oft haben Kinder mit ADS den Wunsch, gute Lernergebnisse abzuliefern, schaffen es jedoch nicht, sich auf die gestellten Aufgaben zu konzentrieren. So kann es passieren, dass eine Mathearbeit verpatzt wird, auch wenn das Kind die geistigen Fähigkeiten mit sich bringt.
Erst in länger andauernden Phasen ohne Zucker werden Eltern und Lehrer die positiven Veränderungen eines Kindes mit ADS erkennen können.

Zusammenfassende Punkte zur Frage: Was ist ADS?

– ein äußerst trotziges Verhalten auch vor und nach der üblichen Trotzphasen eines Kindes
– Konzentrationsschwierigkeiten
– permanenter Bewegungsdrang
– nicht fähig, Regeln anzunehmen bzw. auszuführen
– Schwierigkeiten beim Zuhören
– der ADS-Betroffene wirkt oft verträumt oder abwesend
Schulkinder verweigern sich in der Erledigung von Aufgaben
– Lernschwächen wie Lese-/Rechtschreibschwäche
– ständige innere Unruhe

Die Behandlung von ADS/ADHS

Um Kinder oder Erwachsene, unter ADS oder ADHS zu behandeln, ist in jedem Falle immer eine breite Diagnostik notwendig. Aufgrund der Diagnose wird der Therapeut eine individuelle Behandlung anbieten. Bei der Fragestellung Was ist ADS? sollten Betroffene und Angehörige sich darüber bewusst werden, dass diese psychische Störung meist eine Veränderung der Lebensgewohnheiten bedeutet. Die Behandlung erfordert therapeutische Maßnahmen sowie eine neue Gestaltung im Alltag, wie zum Beispiel der weitestgehende Verzicht auf Zucker, regelmäßige Bewegungen wie Wanderungen am Wochenende oder eine Sportart als Hobby.
Daneben gilt es in einer Verhaltens- oder Psychotherapie das soziale Verhalten des ADS-Betroffenen in eine positive Richtung zu lenken, damit Lernschwierigkeiten überwunden werden können. Hier ist auch eine langfristige Zusammenarbeit mit Erziehern oder Lehrern von großer Bedeutung. Oft sind während einer Therapie auch die innerfamiliären Konflikte mit einzubeziehen.

 

Infovideo zum Thema ADS

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